Pflegezentrum Promulins Oberengadin, Samedan

In Zusammenarbeit mit Schmid Schärer Architekten

Am Standort Promulins in Samedan soll ein modernes und offenes Pflegezentrum im Sinne eines Dienstleistungszentrums mit 60 Pflegebetten entstehen. Die künftigen Bewohner sollen in der Nähe ihrer bisherigen Umgebung an einem zentralen Standort ihren Lebensabend verbringen können.
Ziel des Betreiberkonzepts ist es sämtliche Bedürfnisse bezüglich Pflege, Betreuung und Begleitung im Alter professionell und ressourcenorientiert abzudecken. Zudem sollen gemeinsame Räumlichkeiten und überschaubare Strukturen zu einer gemütlichen und wohnlichen Atmosphäre beisteuern.

Der Entwurf erweitert die bestehende Anlage des Pflegezentrums Promulins um einen zweiten, äusserlich verwandten Baukörper und ergänzt so dessen Figur zu einem Ensemble und schafft eine prägnante Wahrnehmung im heterogenen Umfeld der Via Suot Staziun. Die tragende städtebauliche Idee des Neubaus besteht in der klaren Ausformulierung der Aussenräume. So ermöglicht die Setzung einen dörflichen Vorplatz, der die Adresse der Anlage bildet und die Erschliessung der Gebäude vereint. Das Abrücken zur nördlichen Parzellengrenze ermöglicht eine neue Durchlässigkeit des Quartiers und birgt das Potenzial für einen Zugang der Gewerbeschule von der Via Suot Staziun her. Zudem entsteht eine der Nutzung entsprechende Distanz zur Gewerbeschule, die den Pflegezimmern die benötigte Intimität gewährt. Die bauliche Konzentration im Nordwesten der zur Verfügung stehenden Parzelle schafft einen grosszügigen, parkartigen Aussenraum im Südosten, der den Alt- und Neubau zusammenbindet und einen grossen Mehrwert für die Anlage darstellt. Verbunden werden der Alt- und Neubau mittels einer Gartenhalle, die die Baukörper räumlich zusammenfügt und das Aussenraumangebot durch ein 4-Jahreszeitenraum ergänzt.

Die Architektur des Projektes findet seine Entsprechung in den Bürgerhäusern des Engadins und den historischen Hotelbauten der Region. Der murale Ausdruck des verputzten Mauerwerkes verbindet die beiden Baukörper und schafft die Wirkung als Ensemble. Auf ein bewusstes Abzeichnen der inneren Struktur wird verzichtet – stattdessen werden die homogen anmutenden Fassaden durch leichte Verschiebungen der Fensterachsen gegliedert. Ein minimal in Erscheinung tretendes Dach gibt dem Baukörper seine Verortung und stärkt dessen alpin reduzierte Erscheinung.

Die geschätzten Erstellungskosten BKP 1-9 betragen rund CHF 46.5 Mio.

Das Vorprojekt liegt nun vor und derer Finanzierung kommt im August 2019 an den verschiedenen Gemeindeversammlungen zur Abstimmung.