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Deutscher Naturstein-Preis 2015

Der Deutsche Naturstein-Preis wurde im September 2014 vom Deutschen Naturwerkstein-Verband e.V. gemeinsam mit dem Bund Deutscher Architekten BDA ausgelobt. Prämiert wird die vorbildliche Gestaltung und technisch zeitgemäße Konstruktion von Projekten in Europa unter maßgeblicher Verwendung von Naturstein.
Der Deutsche Naturstein-Preis 2015 stellt Naturstein als einen Baustoff in den Vordergrund, der hinsichtlich seiner Dauerhaftigkeit, der natürlichen Materialeigenschaften sowie der damit verbundenen materialgerechten Bearbeitungsmethoden im Zusammenspiel mit anderen Baustoffen vorbildlich ist. Es werden nutzerorientierte Projekte aus Naturstein im Innen- und Außenbereich ausgezeichnet, die beispielhaft für eine hohe architektonische Qualität, eine technisch-innovative Anwendung und eine nachhaltige Konstruktion aus Naturstein stehen.
Prämiert wurde die vorbildliche Gestaltung und technisch zeitgemäße Konstruktion von Projekten in Europa unter maßgeblicher Verwendung von Naturstein aus Europa, ausgeführt von europäischen Naturstein-Fachbetrieben.

Nominiert wurde das von unserem Büro entworfene Wohnhaus in Sent, das wir 2010 fertiggestellt haben.

Auszug aus der Jurybewertung:
Das bruchsteinerne Wohnhaus fasziniert durch die Frische und unaufdringliche Modernität des Entwurfes bei einem gleichzeitig starken örtlichen Bezug, der aber auch eine gewisse Zeitlosigkeit besitzt.
Das Haus berücksichtigt nicht nur den Energieaspekt im täglichen Verbrauch, sondern ausdrücklich auch den bei der Beschaffung, Bearbeitung und Verbauung der angewandten Materialien: Man verwendete, wie man das über tausende Jahre hin in alter Zeit immer schon getan hatte, einfach für die Fassade das Material des eigenen Aushubs und das des nächstgelegenen Steinbruchs. Gleichzeitig wird der Naturstein aber auch innen großflächig gezeigt, nicht nur an den Wänden, sondern auch bei den Fußböden. Er wird damit zum bestimmenden Material und gleichzeitig auch zum Motiv des gesamten Entwurfes. Vorbildlich ist die Anwendung der alten örtlichen Verarbeitungstechnik, der groben Vermörtelung mit Kalk: Sie bedingt ein modernes Aussehen des omnipräsenten Steinmaterials, erzeugt aber gleichzeitig einen fließenden und harmonischen Übergang zum unbehandelten Beton der Deckenuntersichten und der Stürze.